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Lokale Netzwerke und Partnerschaften

2. Planung und strategische Aspekte

2.2. Soziale und solidarische Wirtschaft

Die Solidarwirtschaft ist eine Form der wirtschaftlichen Tätigkeit, bei der Geld als Bewertungs- und Zahlungsmittel ganz oder teilweise durch andere Prozesse oder Vereinbarungen ersetzt wird. Es verwendet Elemente des Korporatismus und Syndikalismus. Das Phänomen wird in den Sozialwissenschaften - Wirtschaft, Soziologie und Politikwissenschaft - untersucht. Kurz gesagt: Es handelt sich um alternative Wirtschaftsformen (z. B. Künstlerkollektive, Genossenschaften).

Solidarwirtschaft bezieht sich auf bedarfsorientierte, soziale, demokratische und ökologische Ansätze. Solidarwirtschaftliche Projekte sollten im Wesentlichen den Menschen dienen. Darüber hinaus basiert sie oft auf der Überzeugung, dass jeder Mensch Teil der Gesellschaft ist und dass seine Arbeit ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Fortschritts ist.

Solidarwirtschaftliche Projekte gibt es in vielen Regionen und Gesellschaftsformen, zum Beispiel in Lateinamerika, aber auch in Europa. Dazu gehören Open-Source-Softwareprojekte und alternative Bildungseinrichtungen, Wechselplattformen, Reparaturcafés, Sozialmärkte, For-Free-Shops, selbstverwaltete Unternehmen und Wohngemeinschaften.

Die Projekte und Modelle verfolgen i.d.R. kombinierte Ziele in drei Bereichen

  1. Gesellschaftliches Ziel: Die Gemeinschaft sollte demokratisch und sozial geordnet sein. Der Materialismus soll überwunden und der Einzelne wieder in das gesellschaftliche Leben integriert werden.
  2. Politisches Ziel: Mitbestimmung und Demokratie sollen ausgebaut werden. Ziel ist es, eine Art Solidargemeinschaft zu schaffen, die sich als ein System von Werten und Normen versteht, das sich auf den Einzelnen konzentriert.
  3. Wirtschaftliches Ziel: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sollten ohne Kreditaufnahme verbessert werden. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen wie die Erhaltung der natürlichen Ressourcen, Nachhaltigkeit und bedarfsgerechtes Management. Gegebenenfalls sind vom Menschen verursachte Beeinträchtigungen oder Schäden zu beheben. Das wirtschaftliche Ziel überschneidet sich mit dem politischen und sozialen Ziel.

Neue soziale Bewegungen werden in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnt. In ihnen engagieren sich die Menschen auch gegen die Folgen des globalisierten Kapitalismus, vor allem aber gegen Ausgrenzung, Marginalisierung, Arbeitslosigkeit und Verarmung. Sie kommen zusammen und versuchen, anderen Wirtschaftsmodellen als Gegenmodell des bestehenden Systems zu arbeiten. (https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_%C3%96konomie)

In seinem Vortrag nennt Prof. Gert Scobel drei große gesellschaftliche Herausforderungen: Komplexität, Digitalisierung und Gemeinwohl (https://nrwschool.de/2018/10/24/ challenges by new-technologies-public-lecture-by-prof-gert-scobel/).

Die technologischen Herausforderungen lassen sich durch drei Begriffe beschreiben: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotertechnik. Was bedeutet das im Detail? Die Ausstattung von Hard- und Software ist sowohl für die geschäftliche als auch für die private Arbeit von großer Bedeutung, ebenso wie die externe Kommunikation und Zusammenarbeit. IT-Sicherheit und Datenschutz müssen sowohl in Unternehmen als auch an externen Arbeitsplätzen (Home Office) gewährleistet sein. Die Zusammenarbeit (intern/extern) wird weiter zunehmen (siehe Blockchain).

Für den einzelnen Mitarbeiter bedeuten die technologischen Herausforderungen ein Höchstmaß an Flexibilität (Ort, Zeit) und neue Formen der Work-Life-Balance. Geistige und mentale Beweglichkeit  und berufliche Qualifizierungen (lebenslanges Lernen) sind Voraussetzungen für ein Mindestmaß an Beschäftigungssicherheit. Was sind die Folgen?

Pessimistische Einschätzungen gehen davon aus, dass ein großer Teil der einfachen und wiederholbaren Aktivitäten verschwinden wird und dass Arbeitslosigkeit zu einem gesellschaftlichen Problem werden kann. In diesem Zusammenhang gewinnen neuere Überlegungen zur Solidarwirtschaft und zur Tauschwirtschaft („Sharing Economy“) sowie einem „Dritten Weg“ an Bedeutung - auch für Start-ups.

Die Solidarwirtschaft ist eine Form der Wirtschaftstätigkeit, bei der Geld als Bewertungs- und Zahlungsmittel ganz oder teilweise durch andere Prozesse oder Vereinbarungen ersetzt wird. Sie verwendet Elemente des Korporatismus und Syndikalismus. Das Phänomen wird in den Sozialwissenschaften - Wirtschaft, Soziologie und Politikwissenschaft - untersucht.

Die Solidarökonomie bezieht sich auf bedarfsorientierte, soziale, demokratische und ökologische Ansätze. Solidarökonomische Projekte sollen grundsätzlich den Menschen dienen. Darüber hinaus basiert sie oft auf der Überzeugung, dass jeder Mensch Teil der Gesellschaft ist und dass seine Arbeit ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Fortschritts ist.

Abbildung 4 : Die Welt der Sozialunternehmen

figure4

Source: http://www.secumbria.org/


Solidarische Wirtschaftsprojekte gibt es in vielen Regionen und Gesellschaftsformen, zum Beispiel in Lateinamerika, aber auch in Europa. Dazu gehören Open-Source-Software-Projekte und alternative Bildungseinrichtungen, Tauschbörsen, Reparaturcafés, soziale Märkte, Umsonstläden, selbstverwaltete Unternehmen und Wohngemeinschaften.

Die Projekte und Modelle verfolgen oft Ziele in drei Bereichen:

- Soziales Ziel: Die Gemeinschaft soll demokratisch und sozial geordnet sein. Der Materialismus soll überwunden und der Einzelne wieder in das gesellschaftliche Leben integriert werden.

- Politisches Ziel: Mitbestimmung und Demokratie sollen ausgebaut werden. Es soll eine Art Solidargemeinschaft geschaffen werden, die sich als ein auf das Individuum ausgerichtetes Werte- und Normsystem versteht.

- Wirtschaftliches Ziel: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sollen ohne Kreditaufnahme verbessert werden. Dazu gehören verschiedene Anstrengungen wie die Erhaltung der natürlichen Ressourcen, Nachhaltigkeit und bedarfsgerechte Bewirtschaftung. Gegebenenfalls sollen vom Menschen verursachte Beeinträchtigungen oder Schäden behoben werden. Das wirtschaftliche Ziel überschneidet sich mit dem politischen und sozialen Ziel.

In diesem Zusammenhang werden auch neue soziale Bewegungen erwähnt. In ihnen engagieren sich Menschen auch gegen die Folgen des globalisierten Kapitalismus, vor allem aber gegen Ausgrenzung, Marginalisierung, Prekarisierung (unsichere, schlecht bezahlte Jobs), Arbeitslosigkeit und Armut. Sie kommen zusammen und versuchen, mit anderen Wirtschaftsmodellen zu arbeiten.i


i https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_%C3%96konomie, last accessed: 24.11.2019.