1. Aktive Lernmethoden
| Sito: | E-learning courses powered by IDEC |
| Corso: | Online-Schulung für Lehrkräfte, Sozialarbeiter/innen und andere, die mit jugendlichen Zuwanderern und Geflüchteten arbeiten: Nutzung des videobasierten Fallbuchs |
| Libro: | 1. Aktive Lernmethoden |
| Stampato da: | Guest user |
| Data: | mercoledì, 19 agosto 2026, 21:07 |
Aktives Lernen ist “eine Methode des Lernens, in der die Lernenden aktiv oder experimentell in den Lernprozess involviert sind, wobei es verschiedene Stufen des aktiven Lernens gibt, abhängig von der Beteiligung der Lernenden.” (Bonwell & Eison 1991). Aktives Lernen verfolgt verschiedene Rollen der Lernenden und Lehrkräfte, mehr als bei passiven Lernmethoden oder traditionellen Lernmethoden. In einem Modell des aktiven Lernens spielt die Lehrkraft die Rolle eines Moderators oder Anleitenden, und die Verantwortung des Lernens wird in die Hände der Lernenden gelegt. Die größten Vorteile und Nutzen aktiver Lernmethoden sind:
- Entwicklung kritischen Denkens und Problemlösung
- Entwicklung kreativen Denkens, gemeinschaftlicher und zwischenmenschlicher Fähigkeiten
- durch Einsatz (Engagement) kann die Motivation zum Lernen gesteigert werden.
Beispiele aktiver Lernmethoden:
Klassendiskussion – wird in einem persönlichen bzw. Online-Umfeld ausgeübt, ist am effektivsten für kleinere Gruppen, wobei die aktive Teilnahme aller garantiert werden kann. Die Gruppendiskussion sollte mit Unterstützung eines Anführers bzw. einer Person, die Anweisungen gibt, durchgeführt werden. Die Diskussion verlangt, dass die Lernenden die Thematik kritisch betrachten und Logik nutzen, um ihre Position bzw. die Position anderer zu bewerten. Einige Vorteile davon, die Diskussion al seine Lernmethode zu nutzen, die den Lernenden hilft, eine Vielfalt von Perspektiven zu untersuchen, verbessert die intellektuelle Beweglichkeit zu erhöhen, zeigt Respekt für die Stimme und Erfahrungen der Lernenden, entwickelt Gewohnheiten für gemeinschaftliches Lernen.
Think-Pair-Share-Aktivität – ermutigt alle Lernenden mit den Materialien zu interagieren. In dieser Aktivität stellt die Lehrkraft offene Fragen. Sie sollte die Lernenden bitten, eine Minute oder zwei damit zu verbringen, darüber nachzudenken und eine Antwort zu schreiben. Anschließend werden die Lernenden gebeten, sich mit einem Partner zusammentun, um die Antworten zu diskutieren. Nach ein paar Minuten kommt wieder die ganze Klasse zusammen, und einige Lernende werden ausgewählt, um ihre Antworten und die ihres Partners zu teilen. Eine “Think-Pair-Share-Aktivität” ist nützlich in Situationen, in denen die Lernenden ihre Kenntnisse erkennen können bzw. mit anderem Wissen in Verbindung setzen können. Die Lehrkraft sollte für die Lernenden fundierte Anweisungen vorbereiten, bevor sie von den Lernenden erwartet, eigenständig zu diskutieren. Diese Lehrmethode ist großartig, um alle Lernenden in der Klasse zu involvieren und um zu lernen, zusammenzuarbeiten und sich dabei wohl zu fühlen, Ideen mit den Klassenkameraden zu teilen. Mit dieser Art von Übung können Lehrkräfte die Lernenden beobachten und überprüfen, ob sie die diskutierten Materialien verstanden haben. Es ist keine gute Methode für große Klassen aufgrund zeitlicher und logistischer Einschränkungen (Bonwell and Eison, 1991).
Kurze schriftliche Übung oder "One-Minute-Paper” – ist eine Methode, um Materialien zu überprüfen und Feedback zu geben. Am Ende des Unterrichts oder kurz vor einer Pause, fragt die Lehrkraft entweder: “Was sind die wichtigsten Punkte aus der heutigen Stunde?” oder “Was sind die schwammigsten (unklarsten) Punkte aus der heutigen Stunde?” Die Lehrkraft gibt den Lernenden 1-2 Minuten Zeit, kurze Antworten aufzuschreiben, sie anonym abzugeben und das Klassenzimmer zu verlassen. Die Antworten der Lernenden können entweder in der nächsten Stunde oder online besprochen werden.
Peer Instruction – die Lehrkraft macht während des Unterrichts eine kurze Pause und bittet die Lernenden eine begriffliche Frage zu stellen. Die Lehrkraft gibt den Lernenden ein paar Minuten über die Frage nachzudenken und lässt sie dann Antworten geben, möglicherweise mithilfe von Klicker. Anschließend sollen die Lernenden ein paar Minuten damit verbringen, über ihre Antworten nachzudenken, für gewöhnlich in Partnerarbeit, und den jeweils anderen überzeugen, dass ihre Antworten richtig sind. Anschließend sollen die Lernenden noch einmal antworten.
Reaktion auf ein Video – das Video hilft den Lernenden mithilfe einer alternativen Präsentationsweise zu verstehen, was sie zu diesem Zeitpunkt lernen. Es ist wichtig, dass sich das Video auf ein Thema bezieht, das gerade im Unterricht durchgenommen wird. Die Lehrkraft kann einige Fragen einfügen, bevor sie das Video abspielt, damit die Lernenden aufmerksamer sind und wissen, worauf sie im Video besonders achten müssen. Nachdem das Video vollständig angeschaut wurde, teilt die Lehrkraft die Lernenden in zwei Gruppen oder Paare ein, damit sie diskutieren, was sie gelernt haben und eine kurze Kritik bzw. Reaktion auf das Video schriftlich festhalten. (McKinney, Kathleen. (2010). Active Learning. Normal, IL. Center for Teaching, Learning & Technology.)
Kleingruppendiskussion – Lernende bringen sich bei Diskussionen in kleinen Gruppen eher ein, als im normalem Unterricht, weil sie sich unter Gleichgesinnten wohler fühlen und aus rein numerischer Perspektive haben die Lernenden mehr Möglichkeiten zu sprechen, wenn die Lernenden in Kleingruppen eingeteilt werden. Es gibt so viele verschiedene Wege, auf die eine Lehrkraft Diskussionen in Kleingruppen in der Klasse umsetzen kann, wie etwa daraus ein Spiel zu machen, einen Wettbewerb oder eine Aufgabe.
Fallstudien – Gruppen von Lernenden können Fallstudien diskutieren, um sie auf Kursinhalte anzuwenden und tatsächliche Probleme in einem bestimmten Umfeld zu lösen. Das unterstützt die Entwicklung von Problemlösungsfertigkeiten und kreativen Denken.
Gallery Walk (auch: Vernissage, Gallerierundgang) – die Lernenden bewegen sich in Gruppen im Klassenzimmer oder Workshop und nehmen aktiv an Diskussionen teil und tragen zu andern Gruppen bei und bauen sich letztendlich Kenntnisse zu einem Thema auf und teilen sie untereinander.
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