LERNEINHEIT 2 - Geschäftsidee durch kulturelles Erbe
4. Entscheidungsfindungstheorien
4.4. Attributionstheorie
Das Wort "Attribution" bedeutet wörtlich die Gewährung von Verantwortung und versucht, das einer Person oder Situation zugeschriebene Verhalten zu erklären. Heider (1958) entwickelt die Theorie, wie Menschen das Verhalten von sich selbst und anderen Menschen wahrnahmen. Heider (1958) initiierte die Theorie, späterWeiner und Kollegen (z.B. Jones et al., 1972; Weiner, 1974) entwickelten einen theoretischen Rahmen, der zu einem wichtigen Forschungsparadigma der Sozialpsychologie geworden ist. Heider unterteilte das Attribut Verhalten in interne und externe Faktoren. Interne Attribution beschreibt das Verhalten innerhalb einer Person und beeinflusst Attribute wie Charakter, Einstellung, Eignung und Persönlichkeit. Bei der externen Attribution wird die Situation der Ursache eines bestimmten Verhaltens zugeordnet, z.B. der Zuordnung von Umwelt oder Wetter zur Kausalität.Weiner (1974) treibt einen dreistufigen Prozess voran, der einer Attribution zugrunde liegt. (i) Die Person muss das Verhalten wahrnehmen oder beobachten. (ii) Dann muss die Person glauben, dass das Verhalten absichtlich ausgeführt wurde, und (iii) die Person muss bestimmen, ob sie glaubt, dass die andere Person gezwungen wurde, das Verhalten auszuführen (in diesem Fall wird die Ursache der Situation zugeschrieben) oder nicht (in diesem Fall wird die Ursache der anderen Person zugeschrieben). Weiner beschränkte die Theorie über die mostimportanten Faktoren, die die Attribution für die Leistung beeinflussen, wie Fähigkeit, Anstrengung, Aufgabenschwierigkeit und Glück, und klassifizierte die Attribution nach drei kausalen Dimensionen: Ort der Kontrolle, Stabilität und Kontrollierbarkeit. Der Kontrollort unterscheidet sich weiter in innerlich oder äußerlich. Die Dimension der Stabilität analysiert, ob es im Laufe der Zeit Veränderungen gibt, die auf Ursachen zurückzuführen sind. Beispielsweise können wir eine Fähigkeit haben, die stabil und intern ist; oder eine Anstrengung, die instabil und intern ist. Die Kontrollierbarkeit steht in Bezug zu den Ursachen, die man kontrollieren kann (z.B. Fähigkeit/Wirksamkeit), und zu den Ursachen, die man nicht kontrollieren kann (z.B. aptitude, Stimmung, Handlungen anderer und Glück) (Anwar,2014). |
i e.g. see Jones et al., 1972; Weiner, 1974.
ii Anwar,2014.