Lokale Netzwerke und Partnerschaften
3. Netzwerken als sozial orientierter Unternehmer
Ein sozial-orientierter Unternehmer:
- versucht, eine ungelöste soziale Aufgabe zu erfüllen (Theorie des Wandels),
- strebt nicht nach finanziellem Gewinn, sondern nach sozialem Erfolg (soziale Auswirkungen),
- gründet seine Werte auf Demokratie, Menschenwürde und Nachhaltigkeit (Compliance),
- erwirtschaftet die notwendigen personellen und sozialen Ressourcen (Capacity Building),
- und kann dies in seinem Geschäftsmodell abbilden.
Unter Berücksichtigung dieser Definition von Sozialem Unternehmer („Social Entrepreneur“) benötigt ein Unternehmensgründer ein Netzwerk, das wirtschaftliche, soziale, gesellschaftliche, politische und ökologische Aspekte einbezieht und verbindet. Dies bedeutet eine hohe kommunikative und kooperative Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen Menschen und Institutionen – in und außerhalb der Existenzgründung bzw. des bestehenden Unternehmens. Vernetzung bedeutet mehr als nur digitale Netzwerke.
Wenn von Sichtbarkeit in Netzwerken gesprochen wird, mein man viel mehr als nur digitale Plattformen. Diese sind sicherlich ein wichtiges Instrument, vor allem wenn es um die internationale Vernetzung geht. Aber auch heute noch spielt die Vernetzung eine wichtige Rolle im "realen" - also analogen - Leben. Vielleicht ist der persönliche Kontakt heute noch wichtiger als früher. Gerade in einem Marktumfeld werden oft Unternehmen beauftragt, deren Werte und Kultur vom Sozialunternehmer gelebt werden und dies öffentlich sichtbar machen.
Mit Sichtbarkeit mein man zum Beispiel eine stärkere Präsenz auf Veranstaltungen, die Teilnahme an Podiumsdiskussionen und die regelmäßige Pflege persönlicher Kontakte. Die Sichtbarkeit kann auch durch eine gezielte Kommunikationsstrategie verstanden werden. Wer Zukunftsthemen aktiv setzt und vorantreibt, wird i n der lokalen/regionalen Gemeinschaft nach und nach als jemand wahrgenommen, der Lösungen für bestimmte Probleme bieten kann.
Abbildung 6: Soziales Unternehmertum
